Wie du Eier ganz einfach ersetzen kannst | 3 Minuten Lesezeit

Ei-los glücklich

Gerade in der Vorweihnachtszeit wird viel gebacken. Vielleicht gibt es in eurer Familie auch Rezepte, die schon seit Generationen immer wieder im Dezember zum Besten gegeben werden. Mir fallen da z.B. direkt Vanille Kipferl und Spritzgebäck ein. Oft werden in klassischen Rezepten, aber Eier verwendet. Wenn man sich vegan ernährt, sind Eier natürlich nicht so gern gesehen. Es ist aber natürlich auch keine Option die Leckereien nicht mehr zu backen und die Eier einfach wegzulassen funktioniert in den meisten Fällen auch nicht so gut, weil sie als Bindemittel im Teig benötigt werden.

Bei Eiern muss ich außerdem natürlich auch an die Klassiker zum Frühstück denken: Ein hart/weich gekochtes Ei oder Rührei. Gerade bei ausgedehnteren Frühstücken, wie an den Feiertagen (wir sind definitiv Team Brunch!) kommen die Eierspeisen gerne auf den Tisch.

Wir finden, dass man allerdings auch als Veganer*in auf diese Köstlichkeiten nicht verzichten muss, denn es gibt vegane Alternativen! Damit ihr für die Vorweihnachtszeit und die Feiertage und natürlich auch darüber hinaus für die pflanzliche Ernährung ohne Eier bestens gewappnet seid, haben wir ein paar nützliche Tipps für euren veganen Ei-Ersatz gesammelt!

Rührei und Co:

Hier geht es ja um den Ei-Geschmack und die richtige Konsistenz und da fallen uns 3 Stichworte ein: Tofu, Kichererbsenmehl und Kala Namak Salz.

Unter Veganer*innen hat sich die Bezeichnung Rührtofu beliebt gemacht, denn mit Tofu kann man wunderbar ein veganes Rührei zaubern. Es gibt unzählige Rezepte, die entweder mit Naturtofu, Räuchertofu, Seidentofu oder gleich mit allen dreien zubereitet werden. Wir finden besonders Seidentofu super passend, weil die Konsistenz am ehesten an die von Rührei herankommt. Schaut einfach mal im Internet nach unterschiedlichen Rezepten und probiert herum. Das macht Spaß und so findet ihr irgendwann eure Lieblingskreation. Veganes Rührei kann auch mit Kichererbsenmehl gemacht werden. Das ist ideal, falls ihr Tofu nicht vertragt oder mögt. Diese Variation dauert zwar etwas länger, aber lohnt sich definitiv, denn das eher herzhafte Aroma des Kichererbsenmehls passt ganz wunderbar! In beiden Fällen würden wir empfehlen etwas Kurkuma Pulver hinzuzufügen, denn so erhaltet ihr ganz einfach die typische Farbe von Rührei. Uuuund was wir euch außerdem noch an’s Herz legen können ist Kala Namak. Kala Namak ist Schwefelsalz und schmeckt nach Ei! Klingt unglaublich, ist aber wahr und deshalb eine super Ergänzung für euer veganes Rührei!

Wenn ihr Lust auf ein einfaches Ei habt, haben wir dafür auch noch einen kleinen Tipp. Avocados ähneln in ihrer Konsistenz gekochten Eiern. Wenn ihr diese großzügig mit Kala Namak würzt und je nach Gusto noch etwas Kresse oder Schnittlauch dazu gebt, habt ihr euer veganes Ei. Wir haben zum Beispiel schon einmal den Frankfurter Klassiker „Grüne Soße“, bei dem normalerweise Eier dabei sind, mit dieser veganen Avocado-Ei Kreation gegessen und waren sehr zufrieden damit.

Ei als Bindemittel:

In vielen Backrezepten mit Eiern, werden diese als Bindemittel benötigt, um den Teig zusammenzuhalten. Deshalb kann man sie auch nicht einfach aus dem Rezept streichen, denn das würde sich negativ auf die Konsistenz des Teigs auswirken. Zum Glück gibt es dafür allerhand Alternativen, die ebenso gut wie Eier als Bindemittel funktionieren. Je nach Rezept, kommt das eine mehr oder weniger infrage, denn nicht alle veganen Ei-Ersatzprodukte sind geschmacksneutral.

Hier eine kleine Liste an Alternativen, die du für 1 Ei austauschen kannst:

  • 1 Teelöffel Chiasamen und 3 Teelöffel Wasser
  • 1 Teelöffel Leinsamen und 3 Teelöffel Wasser
  • ½ zermatschte Banane
  • ¼ Tasse Apfelmus
  • ¼ Tasse Aquafaba
  • ¼ Tasse Seidentofu
  • 3 Teelöffel Erdnussbutter
  • 1 sogenannten „Egg Replacer“ (gibt’s in gut ausgestatteten Supermärkten)

Eier zu ersetzen ist also nicht ganz so schwierig, wie man es sich vielleicht zunächst vorstellt. Probiert es mal aus! Und falls ihr noch weitere Tipps habt, lasst uns gerne einen Kommentar da. Wir sind gespannt und wünschen euch viel Spaß beim Ei-losen Backen und Kochen!

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