Vegane Weihnachten bei der Familie | 4 Minuten Lesezeit

Nach Hause an Weihnachten

Jedes Jahr ist es doch das Schönste in der winterlichen Zeit nach Hause zu kommen zu seinen Eltern, seiner Familie, Freunden und Freundinnen und alten Bekannten. Man freut sich auf ein harmonisches, hoffentlich besinnliches Zusammensein, darauf Geschichten von früher zu erzählen und die ruhige, freie Zeit zu genießen. Vor allem das gute Essen darf dabei nicht fehlen! Es gibt unzählige traditionelle Gerichte zu Weihnachten: Von Kartoffelsalat mit Würstchen bis zur Weihnachtsgans mit Bratensoße. Auffällig ist aber leider, dass sich nichts davon so wirklich mit einer veganen Ernährung verträgt. Du kannst also ziemlich leer ausgehen, wenn man bei Oma, Tante, Onkel oder Eltern am Tisch sitzt und dankend ablehnen musst. Gerade wenn es dein erstes veganes Weihnachten ist und du noch nicht so im Thema bist. Wir sind der Sache mal auf den Grund gegangen und geben dir Tipps, wie du happy und ohne Hungern durch die Feiertage kommst.

Wenn in deiner Familie gerne Fleisch und tierische Produkte gegessen werden, weißt du sicher, wie es sein kann, wenn man diese am Tisch ablehnt. Du musst dich erklären und bekommst viele Fragen oder oft negative Bemerkungen zu deiner Ernährung gesteckt. Das kann schnell zu einer großen Diskussion werden. Da solltest du am besten direkt die passende Antwort bereit haben, genauso wie eine höfliche Erklärung, wieso du den guten Braten von Oma nicht essen möchtest.

Oftmals wird es leider persönlich genommen, dass man sich gegen das aufwendig gekochte Festmahl entscheidet oder gar, dass man sich als Veganer*in „outet“. Es ist deshalb super wichtig klarzustellen, dass du dich persönlich (!) für eine vegane Ernährung entschieden hast und niemanden dazu missionieren willst, der es nicht probieren möchte. Du kannst da, wenn es in die Situation passt, auch gut deine Beweggründe anbringen, so kann es deine Familie wahrscheinlich besser nachvollziehen und vielleicht weckt das Gespräch dann sogar mehr Interesse für das Thema Vegan.

Wenn Fragen aufkommen, super! So bekommst du die Chance, Veganismus genauer zu erläutern, die Vorteile aufzuweisen und Vorurteile zu entkräftigen. Viele können sich wahrscheinlich nicht viel darunter vorstellen oder haben vielleicht sogar noch nie etwas davon gehört. Dann ist es umso besser, wenn du etwas Aufklärung betreiben kannst. Wenn du merkst die Stimmung kippt, kannst du das Thema gut abschließen, indem du respektvoll erklärst, dass jeder einen anderen Bezug zu Essen und ein anderes Essverhalten hat. Das scheint auch der Grund zu sein, wieso man sich dabei oft in die Haare bekommt, denn nicht nur Geschmäcker, sondern gerade auch Emotionen spielen beim Thema Essen eine extrem große Rolle. Das kann eine Familie schonmal in den Ansichten spalten, aber das ist ja völlig okay, denn wir können alle essen, wonach uns ist, ohne uns in die Quere zu kommen! Gerade an Weihnachten.

Vorkochen und Essen mitbringen

Es kann auch eine gute Idee sein, dass du dir etwas für dich vorkochst und mitzubringst. Damit das nicht als Undankbarkeit gewertet wird, ist es hilfreich, wenn du deine Oma, Opa, Onkel, Tante oder wo auch immer du zum Essen eingeladen bist, vorher kurz anrufst und erklärst, dass du dir etwas mitbringst, damit sie sich keine „extra Arbeit“ für eine vegane Alternative machen müssen. Bring ruhig etwas mehr mit und lass die anderen probieren, denn Geschmack überzeugt immer! Wenn es ihnen schmeckt, kann sich deine Familie vielleicht mehr unter einer veganen Ernährung vorstellen und sehen, wie vielseitig und lecker vegan sein kann und dass es nichts mit Verzicht zu tun haben muss. Du kannst dazu gerne mal auf unserer Creative Seite vorbei schauen, dort erwarten dich unter anderem leckere Plätzchen Rezepte und ein veganes Weihnachtsdinner.

Zum ersten Mal vegan Weihnachten feiern

Gerade wenn ihr das erste Mal vegane Weihnachten feiert, kann es schwierig werden, so manche Fragen zu beantworten. „Woher kriegst du Proteine, Eisen, B12?“, „Was darfst du denn überhaupt noch essen?“ oder sogar noch schlimmere Bemerkungen wie „Wenn wir keine Milch trinken, platzen die Euter der Kuh!“ oder „Wenn wir kein Fleisch essen, gibt es zu viele Tiere!“ sind leider nicht unüblich.

Wichtig ist ohnehin sich vorher gut zu informieren, wenn man beginnt vegan zu essen. Dann solltest du auch alle Antworten parat haben. Dass man Protein zu genüge aus Linsen, Erbsen und Tofu bekommt und die vegane Küche weitaus mehr beinhaltet als nur Möhre und Apfel und trocknem Tofu hast du sicher auch schon feststellen können.

Oftmals ist es ganz cool mit Gegenfragen zu antworten, um so zum Nachdenken anzuregen: „Denkst du es gäbe so viel Tiere, wenn die Massentierhaltung nicht existieren würde?“ Ohne die große Nachfrage würde die Massentierhaltung nämlich gar nicht stattfinden. Genau wie Menschen sind auch Tiere eigenständige Lebewesen und gehören uns nicht. Das wird wohl oft vergessen! Kuhmilch z.B. ist natürlich für die Kälber selbst gedacht und wird erst dann im Euter produziert, wenn die Kuh schwanger ist.

Vergiss nicht, dass es super viele Rezepte und tolle Produkte in den Regalen gibt, die dir eine super Alternative zu Fleisch und Co bieten. Bring dir also unbedingt davon etwas Leckeres mit und lass deine Liebsten probieren! Es macht definitiv Sinn, sich vorher Gedanken zu machen, an welchen Tagen du was gut vorbereitet bzw. mitbringen kannst. Vielleicht hat deine Familie sogar Lust, mit dir vegan zu kochen! Auch die Leckereien auf dem Weihnachtsteller können mittlerweile einfach durch vegane Alternativen ersetzt werden. Schlag deiner Familie doch sonst einmal vor, bei uns im Shop vorbeizuschauen: So können sie sehen, wie vielfältig vegan sein kann. Da ist sicher für alle etwas dabei. Frohe vegane Weihnachten!

 

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