Warum man mehr auf regionale Lebensmittel setzen sollte | 2 Minuten Lesezeit

Regional oder saisonal? Beides!

Erdbeeren im Winter und Rosenkohl im Sommer – Dieser Anblick im Supermarkt ist eigentlich schon normal, denn man kann jede Art von Obst oder Gemüse zu jeder Jahreszeit erhalten. Saisonal bzw. regional ernähren sich nur die wenigsten. Dabei haben jetzt, wo der Frühling vor der Tür steht, jeden Monat wieder mehr und mehr Obst- und Gemüsesorten bei uns Saison. Im März und April können wir uns z.B. über Bärlauch, Rhabarber, Rote Beete, Champignons, Spinat, Rettich usw. freuen. Wir freuen uns jetzt schon ganz besonders auf unser erstes Bärlauch-Pesto und den ersten Rhabarberkuchen!

Aber was bedeutet regionale bzw. saisonale Ernährung überhaupt? Dadurch, dass so unfassbar viel Gemüse und Obst importiert wird, vergessen wir manchmal, dass diese Lebensmittel ja gar nicht das ganze Jahr über reifen. Sich regional und saisonal zu ernähren heißt nämlich, dass man Lebensmittel konsumiert, die in der eigenen Region erzeugt werden. Unter Region versteht man einen Radius von ca. 150 km. Da in dieser Region immer nur eine Jahreszeit herrscht, kann man den Zusatz saisonal dabei eigentlich auch weglassen. Sich nur saisonal zu ernähren, bringt allerdings nur wenig, denn irgendwo auf der Welt ist immer gerade Sommer. Wir haben für euch deshalb ein paar super Argumente für eine regionale Ernährung zusammengefasst:

Kurze Transportwege

  • Die kürzeren Transportwege regionaler Lebensmittel sind wahrscheinlich das, was den meistens als erstes einfällt und es stimmt, durch die kurzen Wege zwischen Erzeuger*in und Verbraucher*in können Treibhausgase eingespart werden und im Gegensatz zu importierten Produkte kann so auch der Verpackungsmüll reduziert werden.

Günstigere Preise

  • Diese kürzeren Wege wirken sich auch auf die Preise von regionalen Lebensmitteln aus, sodass diese oft günstiger sind. Außerdem fallen zusätzliche Kosten durch Zwischenhändler*innen von z.B. Supermärkten weg. Wenn eine Obst- oder Gemüsesorte Saison hat, gibt es zudem oft für eine gewisse Zeit ein Überangebot, was die Preise ebenso sinken lässt.

Gut für die Region

  • Regional einzukaufen ist außerdem gut für deine Region, denn durch den direkten Verkauf der Lebensmittel an Verbraucher*innen in der Region bleibt das Geld auch in der Region. Davon profitieren heimische Erzeuger*innen und die Versorgung durch lokale Lieferketten wird überhaupt erst möglich.

Besserer Geschmack

  • Wenn Obst und Gemüse zu früh geerntet werden und lange Transportwege zurücklegen, wirkt sich das oft negativ auf den Geschmack aus. Wenn die Lebensmittel wiederherum im Freien wachsen und genug Zeit haben auszureifen, dann schmeckt man das auch, denn so konnte sich das Aroma vollständig entwickeln.

Mehr Nährstoffe

  • Wenn Lebensmittel erst zu dem Zeitpunkt geerntet werden, an dem sie wirklich reif sind, dann enthalten sie auch mehr Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als z.B. Lebensmittel aus dem Gewächshaus. Durch mehr Sonneneinstrahlung können sich so ebenso mehr Antioxidantien entwickeln.

Mehr Vielfalt

  • Das mag vielleicht zuerst komisch klingen, aber wenn man sich dazu entscheidet regional(er) zu essen, dann wird vielen erst einmal bewusst, wie vielfältig die Auswahl an Lebensmitteln ist, die in der eigenen Region wächst. Jeden Monat kann man andere Obst- und Gemüsearten entdecken. So entsteht wieder mehr Nähe zu den Produkten und die Wertschätzung für diese steigt. So kann man Produkte entdecken, die man vielleicht noch nicht so gut kennt, und regelmäßig ganz neue Rezepte ausprobieren.

Dem Spruch „Regional ist erste Wahl“ können wir damit auf jeden Fall zustimmen! Ein Besuch auf dem Wochenmarkt ist da immer eine tolle Sache. Ebenso wie die regionalen Gemüseboxen, die es mittlerweile häufig gibt, und die man sich ganz einfach nach Hause bestellen kann. Einen Schritt in eine regionalere Ernährung lohnt sich also auf jeden Fall und sorgt für viel Abwechselung auf deinem Teller!

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