Was versteckt sich hinter dem Ernährungstrend? | 2 Minuten Lesezeit

Über Rohkost

Salat, Smoothies, Gemüse, Sprossen, Nüsse – alles leckere Rohkost, die uns fast täglich begleitet. Rohkost bringt einige Vorteile mit sich, weshalb sich in den letzten Jahren eine Raw Food-Bewegung entwickelt hat, die sich fast ausschließlich mit rohen Lebensmitteln ernährt. Wir haben mal etwas recherchiert, was eigentlich die Vorteile und die Nachteile dieser besonderen Ernährungsform sind und alles für euch zusammengefasst.

Erst einmal stellt sich die Frage, was man eigentlich alles unter Rohkost versteht. Eine eindeutige Definition gibt es hier nicht, da jede Rohkostschule etwas andere Kriterien für Rohkost festgelegt hat. Generell gilt, dass die Lebensmittel, die gegessen werden, weder gekocht noch angebraten noch gedünstet wurden. Die meisten Rohkost-Unterstützer*innen sind sich außerdem darüber einig, dass die Lebensmittel nicht über 42 Grad erwärmt werden dürfen. Uneinigkeit herrscht allerdings darüber, inwiefern höhere Temperaturen im Prozess des Haltbarmachens (z.B. bei Trockenobst) erlaubt sind und ob Gärungsvorgänge (z.B. bei Sauerkraut) noch im Sinne der Rohkost stehen. Der Fokus bei Rohkost liegt auf Obst und Gemüse und ist damit auch für Veganer*innen geeignet, jedoch können auch nicht-erhitzte Milchprodukte und rohes Fleisch oder Fisch zur Rohkost gezählt werden.

Aber wieso ist Rohkost eigentlich zum Ernährungstrend geworden? Was sind die Vorteile? Das wichtigste Argument ist, dass Obst und Gemüse in rohem Zustand meistens noch mehr Vitamine und Ballaststoffe enthalten. Vitamin C ist hier ein gutes Beispiel, denn dieses verringert sich durch Erhitzen und auch bei falscher Lagerung. Darüber hinaus haben rohes Obst und Gemüse einen größeren Anteil an Antioxidantien, die oxidativem Stress vorbeugen sollen.

Auf der anderen Seite steht jedoch, dass einige Vitamine und Mineralstoffe, wie z.B. Vitamin E und A, gerade durch das Erhitzen erst für unseren Körper verfügbar gemacht werden. Außerdem muss beachtet werden, dass nicht alle Lebensmittel auch roh gegessen werden sollten, da manche Lebensmittel in rohem Zustand giftig sind. Hierzu zählen z.B. Hülsenfrüchte und Kartoffeln, die gerade in der veganen Ernährung oft einen großen Anteil der Ernährung ausmachen. Eine reine Rohkosternährung ist laut Studien daher nicht dafür geeignet, den Körper mit allen Nährstoffen in den Mengen zu versorgen, die benötigt werden. Defizite können vor allem bei Eisen, Magnesium, Vitamin B2 und B12 auftreten. Wenn man sehr darauf achtet, sich ausgewogen zu ernähren, ist es aber möglich, sich durchaus zu einem hohen Teil von Rohkost zu ernähren. Hilfreich ist es dabei, sein Blut in regelmäßigen Abständen kontrollieren zu lassen und die Ernährung ggfs. anzupassen.

Zusammengefasst ist Rohkost also eine Zubereitungsart, die einige Vorteile mit sich bringt, weshalb es eine super Sache ist viel Rohkost in die Ernährung zu integrieren. Man kann z.B. sogar rohe Kuchen „backen“. Da eine reine Rohkosternährung uns allerdings nicht mit allen Dingen versorgen kann, die unser Körper braucht, sollten wir uns nicht ausschließlich roh ernähren.

 

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